Für die 1963 erfolgte Gründung der Waldjugend Windfus trafen mehrere glückliche Umstände zusammen, die zur Entwicklung einer Jugendgruppe führten, welche sicher als beispielhaft angesehen werden kann.

In Windfus gab es einen kleinen Stamm von Jungen, die sich zu einer Gruppe zusammengeschlossen hatten, ohne aber sonst irgendwie bei einem Jugendsportverband organisiert zu sein. Ihr Ziel war es, im Ort entweder einen Sportplatz oder einen Badeweiher zu bauen. Hierfür waren jedoch keine Voraussetzungen gegeben.

Es kam zu einem Treffen der Jungen mit dem Förster. Er legte ihnen die Gründung der Waldjugendgruppe nahe. Die Formalitäten hierzu wurden sehr schnell vollzogen, eine kleine Gemeinschaft war offiziell entstanden und hatte ihren Namen.

Die Waldjugend Windfus, von Lothar Selbach 1963 gegründet und bis Ende 2006 geleitet, hat sich in besonderem Maße um die Weckung des Naturschutzgedanken bei der Jugend bemüht. Durch eine Vielzahl von Umwelt-Aktionen hat die Naturschutzgruppe wesentlich zum Schutz und zur Pflege des Waldes beigetragen.

Die Erhaltung der heimischen Wacholdergebiete, der Schutz und die Umsiedlung von über 30 Ameisennestern, die Erstellung und Pflege von 300 Nistkästen, die Feuchtgebietskartierung in der Gemeinde Reichshof, das Anlegen von Hecken, Streuobstwiesen und Trockenmauern, die Herausgabe von vielen Umweltschriften, Plakaten und Aufklebern oder die umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit bei Ausstellungen, Veranstaltung in Presse, Funk und Fernsehen, sind nur einige Punkte, die hier aus den Aktivitäten herausgegriffen werden sollen.

Wie umfangreich der Aufgabenkatalog war und ist, kann jeder beurteilen, der das 240 m2 große, von der Gruppe und deren Eltern in Eigenarbeit erbaute Waldjugendheim in Windfus besichtigt, oder einmal die Jahresberichte unter die Lupe nimmt.

Über 30 Fahrten ins In- und Ausland organisierte man. Höhepunkte waren hierbei Reisen nach Finnland, Norwegen, Schweden, Rumänien, Kanada und internationale Jugendbegegnungen.

Die Gruppe hat bewiesen, dass sie in der Lage ist, eine zeitgemäße, sinnvolle und über ihre Zielsetzung hinausgehende Jugendarbeit zu leisten.

Auch die Zusammenarbeit mit der älteren Generation und mit anderen Jugendgruppen wird stets gepflegt.

Dass die Arbeit der Windfuser Gruppe den heutigen Umfang angenommen hat, ist mehreren Gruppenleitern sowie einigen Eltern der DWJ-Mitglieder zu verdanken.

Das Verständnis und die Liebe für das Tier- und Pflanzenleben zu wecken und auch Nicht-Mitglieder für die Mitarbeit auf dem Gebiet des Naturschutzes zu gewinnen, ist bis heute erfolgreich praktiziert worden.

Die Waldjugend in Windfus ist zudem eine der am längsten tätigen Naturschutzgruppe dieser Region.


 

Zünftiges Essen vom Lagerfeuer
Unsere Jüngsten beim Forsteinsatz im Hangmoor an der Silberkuhle
Auftaktveranstaltung zum Umwelttag, Besuch von Landrat und Bürgermeister
Aus einem Baumstumpf wurde ein Pilz gesägt