Besucherandrang beim Walderlebnistag in Windfus

Pulsierende Vielfalt in einer Waldidylle auf einem 1600 Meter langen Rundkurs

Prächtig gefärbtes Herbstlaub und Sonnenschein pur bildeten den Rahmen für den 5. Walderlebnistag in Reichshof-Windfus, der Schätzungsweise 8000 bis 10 000 Besucher anlockte. Die Stimmung war prächtig als Waldjugendleiterin Barbara Schneider die Besucher und Ehrengäste am Wandererparkplatz willkommen hieß.

Rüdiger Gennies, Hagen Jobi, Uwe Schölmerich, Barbara Schneider (v.l.n.r.)


















„Wir liefern mit dieser Veranstaltung starke Argumente, dass es sich lohnt, für eine umweltgerechte Zukunft zu arbeiten“, führte Schneider zu Beginn ihrer Rede aus.
Sie dankte allen Helfern des Forstamtes Rhein-Sieg-Erft, allen voran Revierleiter Daniel Müller-Habbel, und allen Mitgliedern und Förderern der Waldjugend Windfus für ihren Einsatz. Besonderen Dank schenkte sie auch dem langjährigen Horstleiter Lothar Selbach und seiner Frau Monika für ihre Unterstützung.
 Landrat Hagen Jobi, Forstdirektor Uwe Schölmerich und Bürgermeister Rüdiger Gennies lobten in ihren Eröffnungsreden die Helfer für die Durchführung dieser unvergleichlichen Waldmesse. Was hier auf die Beine gestellt wurde ist beispielhaft für die ganze Region, stellten sie übereinstimmend fest, bevor sie einen Rundgang zu den 77 Ausstellern unternahmen. Kurz zuvor durften sie ihre Geschicklichkeit im Wettsägen zeigen.
Umrahmt wurde die Eröffnungsfeier vom Bläserchor der Waldjugend Windfus, die erstmals ihre Jagdsignale erschallen ließen.
Sie wurden unterstützt von Jagdhornbläsern aus der Region.


Erster Auftritt des Bläserchors der Waldjugend Windfus


Die unendliche Vielfalt der Aktivitäten auf dem großen Veranstaltungsareal zog die Besucher in ihren Bann. Umlagert wurden gigantische Forstmaschinen, Künstler mit der Motorsäge oder Stände mit zukunftweisender Technologie. Respekt flöste den Besuchern der 500 PS Holzhacker ein, der ein Meter dicke Pappelstämme schrädderte. Stälernde Harvester-Holzerntemaschinen beeindruckten ebenso. Breiten Raum nahm natürlich Holz als nachwachsender Rohstoff ein. Viele Fachleute informierten die Gäste über die Einsetzbarkeit im Heiz-und Hausbaubereich. Der Waldumbau im Naturschutzgebiet Puhlbruch/Silberkuhle wurde am Stand des Forstamtes von Oberforstrat Dirk Kreienmeier erläutert. Einen starken Zulauf erlangten die Holzunikate von Markus Schmidt aus Finnentrop, die Verarbeitung von Lehm im Hausbau am Stand von Guido Ciborowski aus Köln sowie die 16 Kunstschaffenden mit ihren hochwertigen Produkten.


Markus Schmidt aus Finnentrop sorgte für Aufsehen



Die Biologische Station Oberberg, der Bergische Abfallwirtschaftverband, die Aggerenergie und der Hof Hagdorn boten u.a. kurzweiliges für die Kinder an.
Viele Waldjugendmitglieder beschäftigten hunderte von Kindern mit Spiel und Spaß am Lagerfeuer in der Jurte, am Bachlauf und im Spiel- und Bastelwagen. Unter dem Forsthausdach erfreute die Eckenhagener Puppenbühne auf Heuballen die zahlreichen Kinder. Manchem Besucher stockte der Atem als Benjamin Syrek und seine Mannen in über zwanzig Metern Höhe ihre tollkühnen Baumkletterkünste zeigten. Mutige Besucher wagten selber das Klettern in der schwindelnden Baumkrone. Wahre Beifallstürme erntete Falkner Pierre Schmidt mit seinen Tierfreunden aus Kerpen. Die Greifvogeldemos über den Köpfen der Zuschauer waren einfach überwältigend. Schmidt verstand es prächtig die Besucher in die Vorführungen einzubinden. Dicht umlagert waren auch die Stände für Speisen und Getränken der örtlichen Vereine.
Ein besonderes Lob gebührt den 17 Helfern des Landesbetriebes Wald und Holz die für einen reibungslosen Verkehr sorgten.
Die positive Resonanz der Besucher ist ein schöner Lohn für das gesamte Organisationsteam.


Benjamin Syrek und sein Team zeigten waghalsige Baumkletter-Touren. Die Gäste durften es auch probieren.)


Höchste Holzschnitzkunst von Michael Hesener aus Drolshagen


Sehenswerte Bilder von Simone Hoffmann aus Finnentrop


Falknerei Pierre Schmidt aus Erftstadt


Falknerei Pierre Schmidt aus Erftstadt


Falknerei Pierre Schmidt aus Erftstadt


Höchste Holzschnitzkunst von Michael Hesener aus Drolshagen


Fotos: Lothar Selbach

Nach oben