Quelle: OVZ 13.10.2008

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Frau Merkel fliegt auf Windfus

Von MICHAEL FENSTERMACHER,

Ein faszinierendes Schauspiel bot sich hunderten Zuschauern an der Talaue unterhalb des Forsthauses, als Ralf Schön sein Falkenweibchen Luisa durch die Lüfte schickte. Schwungvoll...

WINDFUS. Ein faszinierendes Schauspiel bot sich hunderten Zuschauern an der Talaue unterhalb des Forsthauses, als Ralf Schön sein Falkenweibchen Luisa durch die Lüfte schickte. Schwungvoll schleuderte der Falkner vom Panoramapark das „Federspiel“ und Luisa stürzte sich immer wieder auf die vermeintliche Beute, einen mit Fleisch und Federn drapierten Lederball an einem langen Seil. Im letzten Moment zog Schön seinem Raubvogel jedoch meist den Ball vorm Schnabel weg. „Das mache ich nicht, um sie zu ärgern“, erklärte er. Stattdessen gehe es darum, den Falken in guter Kondition zu erhalten: „In freier Natur sind sie ja auch nur bei jedem fünften bis sechsten Versuch erfolgreich.“

Die Greifvogelschau - Schön präsentierte auch noch einen weiteren Falken und den Uhu „Frau Merkel“ - war ohne Zweifel einer der Besuchermagneten beim vierten Walderlebnistag der Waldjugend Windfus und des Landesbetriebs Wald und Holz. Den Geschmack von Max und Luca Valperz traf sie dennoch nicht ganz. „Die Jungs stehen mehr auf Sachen mit vier Rädern“, erklärte Vater Sascha Valperz.

Aber auch für PS- und Technikfreunde gab es genug zu sehen in Windfus: Schwere Traktoren mit Zusatzgerätschaften für die Forstwirtschaft, ein rollendes Sägewerk, einen Brennholz-Automaten sowie den „Skidder“. Der monströse, 180 PS starke Baumschlepper war am Sonntag sogar erstmals auf einer Messe in Deutschland ausgestellt. Wie sich Technik und Kunst eindrucksvoll verbinden lassen demonstrierte Daniel Müller, einer von vier Forstwirt-Azubis am Forsthaus Puhlbruch. Mit der Motorsäge ließ er aus Baumstämmen Waldbewohner, wie Eichhörnchen, Eule und Bär entstehen. „Die Skulpturen stehen bereits überall in Windfus in den Vorgärten“, berichtete sein stolzer Chef, Revierförster Daniel Müller-Habbel.

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Müller-Habbel strahlte mit Torsten Selbach vom Vorstand der Waldjugend um die Wette ob des riesigen Besucheransturms beim Walderlebnistag: „Damit haben sich unsere langen Vorbereitungen wirklich gelohnt.“ Beide waren sicher, dass die Rekordmarke von 2006 von rund 1000 Besuchern bereits bis zum Mittag geknackt war. Auch die Zahl von 69 Ausstellern bedeutete fast eine Verdopplung im Vergleich zur letzten Veranstaltung. Auf viel Interesse stießen dabei auch wieder günstige Heiz-Alternativen mit Holz.


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