2. Walderlebnistag am Forsthaus Windfus ließ Besucher staunen

Das Produkt des Waldes ist Holz. Jeder schätzt seine Schönheit und Wärme. Jeden begeistert es. Ein Leben lang. So auch die Besucher des Walderlebnistages am Forsthaus Puhlbruch in Windfus. Der äußere Rahmen hätte besser nicht sein können: Teils Sonne, kühle Temperaturen und ein bunt gefärbter Mischwald.

Dorthin hatte das Forstamt Eitorf und die Waldjugend Windfus eingeladen, um heimische Produkte aus den beiden Staatsforstrevieren Eckenhagen und Wiehltalsperre zum Kauf anzubieten. Revierleiter Daniel Müller-Habbel und seine Mitarbeiter hatten Schmuckgrün von der Nobilis- und der Nordmannstanne zum Binden für Kränze und Gestecke geschnitten. Ihm zur Seite stand Forstwirtschaftsmeister Michael Fobbe.

Reges Interesse verzeichneten die Organisatoren beim Kaminholz für Kleinabnehmer. Erwerben konnten die Besucher auch Pfähle, Bohnenstangen oder Gartenmöbel. Eine oberbergische Forstbaumschule beriet Gartenbesitzer bei der Einbringung von einheimischen Gehölzen. einige der 24 Aussteller zeigten Techniken für umweltfreundliches Heizen mit Holz sowie die Verwendung von Fotovoltaik- und Solartechnik. Die Fertigung von Holzhackschnitzeln war für viele beeindruckend, so auch für Bürgermeister Gregor Rolland. Holz als Rohstoff bewertete mancher Besucher nach dem Rundgang aus anderer Perspektive. Holz ist Energie, die im Kreislauf der Natur ohne Nachteile für die Umwelt ist und zudem wesentlich preiswerter als fossile Brennstoffe. 

Aber auch sonst gab es viel zu sehen und zu bestaunen: So servierten die Mitglieder der Waldjugend Heißgetränke, luden Kinder und Jugendliche zu einem spannenden Quiz ein, werkelten Vogelnistkästen, erzählten Geschichten im Heu unter dem Forsthausdach oder organisierten Waldführungen. Die vielfältigen Holzspielzeuge, von Sträflingen der Justizvollzugsanstalt Attendorn gefertigt, fanden reißenden Absatz. In Aktion sahen die Gäste Irmgard Kutsch von der Naturkindergarten-Werkstatt Reichshof e.V., Stefan Theis mit seinem mobilen Lehmbackofen, Tobias Puchberger mit Vorführungen von Jagdgebrauchshunden, die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft sowie Holzkunst mit der Motorsäge, zelebriert von Hans-Gerd Hundhausen. Weitere Anbieter präsentierten Wildbret, Honigprodukte und Eichenkrippen.

Oberforstrat Dirk Kreienmeier dankte allen Mitwirkenden für den beispielhaften Einsatz und den rundum gelungenen Tag.

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