300 Jahre Nachhaltigkeit praktisch: Windfuser Waldjugend pflanzt Buchenwald

Über 270.000 Buchen wurden seit 2008 im NSG gepflanzt
die Waldjugend unterstützt das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft

Die Baumpflanzaktion im NSG Puhlbruch-Silberkuhle hat im 300. Jahr der Nachhaltigkeit einen besonders aktuellen Bezug. Vor 300 Jahren prägte Hans Carl von Carlowitz den Begriff der Nachhaltigkeit. Er entwickelte ein bis heute gültiges und zukunftsweisendes Konzept der Waldbewirtschaftung: die nachhaltige Forstwirtschaft. Damals kam der Bergbau ins Stocken, weil das Holz für die Stollenbefestigungen fehlte. Oberberghauptmann von Carlowitz erkannte vor 300 Jahren, dass man im Wald nicht mehr Holz ernten darf als nachwächst. Sein Buch Sylvicultura oeconomica gilt als die Geburtsurkunde der Nachhaltigkeit.

Die Waldjugend in Windfus, die sich seit Jahren für das NSG Puhlbruch-Silberkuhle einsetzt, hat auch dieses Jahr die Buchenpflanzung mit einem Arbeitseinsatz unterstützt. Die dort noch vorhandenen Fichten werden durch heimische Laubbäume ersetzt. Am „Tag des Baumes“ pflanzten 29 Kinder, Jugendliche und Auszubildende des Forstamtes 380 Rotbuchen am Rossberg. Sie wurden dabei von Forstamtsleiter Uwe Schölmerich, Revierleiter Thomas Weber und Michael Fobbe sowie Horstleiterin Barbara Schneider unterstützt. Nicht überall geht das durch die Natur alleine: Kleine Buchen bilden die Grundlage für die Entwicklung eines stabilen Waldes, der auch den Klimawandel besser bestehen kann. Revierleiter Thomas Weber meint: „ Die Zusammenarbeit macht Freude – und die Entwicklung des Waldes im Sinne der Naturschutzziele auch. Wir pflanzen nicht nur Buchen, wir fördern sie auch überall gegenüber der Konkurrenz der Fichte. Damit wird die Buche im NSG auf Dauer die Führung übernehmen.“

Kinder pflanzen Wald für ihre eigene Zukunft – nachhaltig!

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