Windfus, den 11.08.04

Presseinformation der Waldjugend Windfus

Waldjugend errichtete Fledermäusen die „Wohnungen“

Die Waldjugend Windfus betätigt sich im „sozialen Wohnungsbau“. Im Zeichen des Naturschutzes standen jetzt zwei Arbeitseinsätze für die einzigen fliegenden Säugetiere, die Fledermäuse. Ein weiterer Wasserhochbehälter bei Hespert wurde jetzt in ein Fledermauswinter-Quartier umgebaut. Zu viele ihrer natürlichen Aufzuchtquartiere für ihre Nachkommen in alten, hohlen Bäumen und Dachböden wurden in den vergangenen Jahrzehnten vernichtet. Mit dem Bau von speziellen Schlafstätten, wollen die Waldläufer den äußerst nützlichen Insektenfressern auch in unserer Heimat ein Überleben im Winter sichern. Leider werden die nachtaktiven Tiere, wie die Naturschützer bedauern, vollkommen zu Unrecht mit altem Aberglaubendenken in Verbindung gebracht.

Keulen-Bärlapp bedurfte der Pflege

Gerade auch in den Sommerferien sind die Mitglieder der Waldjugend Reichshof-Windfus aktiv, führen umfangreiche Naturschutzarbeiten im „Naturpark“ Puhlbruch durch. Pflegemaßnahmen unter Anleitung von Daniel Müller-Habell vom Forstamt Eitorf und Lothar Selbach von der Waldjugend Windfus waren in einem der bedeutensten Keulen-Bärlapp-Vorkommen dieser Region am Roßberg notwendig geworden. Die keulenartigen, aufrecht stehenden Sporenträger des Bärlapp konnten sich kaum noch entfalten und drohten von Fichtensämlingen und Brombeersträuchern „erdrückt“ zu werden. Die geschützten Pflanzen sind nur noch an relativ wenigen Stellen im Kreisgebiet anzutreffen.

Wollgras und Arnika erfreulich vermehrt

Die Vermehrung des Wollgrases und der Arnika-Heilpflanzen liegt den Waldläufern besonders am Herzen. An zwei Standorten können die Windfuser Erfolge vermelden, nachdem ein regelmäßiger Grasrückschnitt erfolgte.

Region der Nattern

Fressen und gefressen werden - der ewige Kreislauf des Lebens vollzieht sich meist verborgen in der Natur oder vor der eigenen Haustüre. So in Windfus und der Umgebung zu beobachten, wo sich die Nattern (Familie Colubridae) inzwischen an sechs Standorten sehr wohl fühlen. Die völlig harmlosen Tiere sorgen ab und an für Aufregung, wenn sie ihre stolze Größe von einem Meter Länge manchem überraschten Bewohner präsentieren.


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