Bärenstarke Wildnis auf Film gebannt - Premiere im Waldjugendheim

Der Teppich war ausgerollt“, die Erwartungshaltung nicht zu überhören. 70 geladene Gäste waren in das Waldjugendheim Windfus gekommen, um der Premiere des Films über das neue Naturschutzgebiet Puhlbruch-Silberkuhle und dem 4. Walderlebnistag beizuwohnen. Horstleiterin Barbara Schneider von der Waldjugend hieß die Gästeschar herzlich willkommen. Unter ihnen Forstdirektor Uwe Schölmerich und Oberforstrat Dirk Kreienmeier vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW, den ehemaligen Bürgermeister Gregor Rolland, Herrn Rainer Ludwigs vom Amt für Umwelt und Landschaftsentwicklung des Kreises und Frau Christine Wosnitza von der Biologischen Station Oberberg. Schneider ließ noch einmal das vierjährige Verfahren der Unterschutzstellung Revue passieren und dankte allen, die sich für den Erhalt des Staatswaldes eingesetzt hatten. „Schutzgebiete sind ein unverzichtbarer Baustein für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Hier hat die Natur Vorrang vor anderen Ansprüchen. Das gilt vor allem für Naturschutzgebiete: Sie haben eine besondere Funktion als Lebensstätte seltener oder gefährdeter Tier- und Pflanzenarten oder zeichnen sich durch besondere Eigenart, Seltenheit oder Schönheit aus“, so die Waldjugend-Vorsitzende. Ihr Dank galt auch Christa und Rudolf Schmargendorf die viele Monate in dem 600 ha großen Puhlbruch unterwegs waren um viele Besonderheiten im Film festzuhalten. Insgesamt haben beide 180 Minuten Filmmaterial zusammengestellt aus dem 28 Minuten die Aufmerksamkeit möglichst vieler naturverbundener Menschen wecken sollen. Mit viel Engagement haben sich beide eingebracht und der Nachwelt ein wichtiges Zeitdokument überlassen. In launigen Worten legte Rudolf Schmargendorf den Besuchern dar, was ihn uns seine Frau bewogen haben, als „Ranger“, ausgerüstet mit Kamera, Mikrofonen und Stativen durch Reichshofs künftigen Urwald zu streifen. Unterstützt wurden sie dabei von Forstwirtschaftsmeister Daniel Müller - Habbel, Horstleiterin Barbara Schneider und Lothar Selbach.

Schmargendorfs konnten den erfahrenen Sprecher Jakob Poiesz aus Bensberg für die Mitarbeit gewinnen. Der Film, der ohne öffentliche Gelder erstellt wurde, gibt auch wertvolle Anregungen für die Durchführung von Walderlebnistagen. Viele Aktivitäten der vierten Waldmesse am Forsthaus sollen künftig zum Mitmachen motivieren. Wichtige Passagen der Festredner anlässlich des symbolischen Festaktes auf dem Hexentanzplatz vom 12.10.2008 sind auf dem 28-Minuten Filmstreifen zu hören. Für die Macher war auch dieser Abschnitt besonders wichtig. Allzu oft mussten sie vor dem Unterschutzstellungsverfahren feststellen, dass der Puhlbruch durch die Landespolitik 2004 „abgewickelt“ (verkauft) werden sollte. Die Bewertung des Films fiel durchweg positiv auf. Erstaunt wurde sogar nachgefragt: „ist das alles im Puhlbruch?- das haben wir nicht gewusst!“

„Der Film macht Lust auf mehr, er ist es Wert gesehen zu werden“, stellte Forstdirektor Uwe Schölmerich aus Bonn nach der Präsentation fest. Er dankte Schmargendorfs, seinen Mitarbeitern Dirk Kreienmeier und Daniel Müller-Habbel sowie den Verantwortlichen der Waldjugend. Interessenten können den Film bei Barbara Schneider, Telefon 02265/8501, zum Preis von 13,-- Euro, Plus Porto, erwerben.

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Fotos: Jörg Schneider

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