Arbeitskreis Windenergie tagte - Keine Windräder im Naturschutzgebiet

Am 7. Januar hatte die Gemeinde Reichshof zu einer Sitzung des Arbeitskreises Energienetze eingeladen, in der unter dem Tagesordnungspunkt „Errichtung von Windkraftvorranggebieten“ Vertreter unserer Waldjugend, des NABU und des BUND eingeladen und gehört wurden. Aus unserer Naturschutzgruppe nahmen Horstleiterin (Vorsitzende) Barbara Schneider und Vorstandsmitglied Lothar Selbach teil. Der NABU war durch Michael Gerhard und Herrn Fischer (Klimabündnis Oberberg) sowie Herr Paulus vom BUND vertreten. Mit Schreiben vom 30.10.2012 an Landrat Hagen Jobi und Bürgermeister Rüdiger Gennies hatte Barbara Schneider im Vorfeld heftig darauf reagiert, dass in zwei Bereichen des Naturschutzgebietes Puhlbruch Windräder errichtet werden sollen. Die Windenergie-Potenzialanalyse Oberbergischer Kreis, von der AggerEnergie in Auftrag gegeben, hatte die Standortwahl, unter Mithilfe des Kreises und der Gemeinde Reichshof, zu Tage befördert. Das Planungsbüro Hellmann & Kunze wurde mit der Analyse beauftragt. Obwohl allen Beteiligten bekannt war, dass NRW-Umweltminister Remmel im Erlass vom 11.7.2011 die Ansiedlung von Windrädern in Naturschutzgebieten ausgeschlossen hat, wurde die Standortwohl mitten im Naturschutzgebiet auf den Weg gebracht. Die Waldjugend machte mehrfach deutlich, dass sie mit ganzer Kraft dagegen vorgehen werde, dass hart erkämpfte Naturschutzgebiet mit Windrädern zerstören zu lassen. Das 340 ha große Gebiet gehört zu den wertvollsten, zusammenhängenden Waldgebieten im Bergischen Land. Die Tier- und Pflanzenwelt ist beeindruckend. 50 Jahre lang führt unsere Jugendgruppe Arbeitseinsätze im Puhlbruch zur Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt durch. Die Naturschützer machten aber auch deutlich, dass sie für die Ausweisung von Vorranggebieten in der Gemeinde ist. Dass eine Ausweisung hinter dem Naturschutzgebiet und westlich der BAB A4 möglich ist, erläuterten die beiden Verbandsvertreter. Sie regten an, zu prüfen, Windräder auch im bestehenden Industriegebiet Wehnrath anzusiedeln. Bei Erdingen ist ein weiteres Vorranggebiet geplant.

In der Arbeitskreis-Sitzung im Rathaus Denklingen nahmen die Vertreter der Umweltverbände zu den Standorten der Windenergieanlagen in Reichshof Stellung. Hierbei war erfreulich festzustellen, dass die Ausweisung von Vorranggebieten von allen befürwortet wird. Sie sprachen sich aber auch deutlich gegen die Ansiedlung von Windrädern im Naturschutzgebiet aus. Vier Ratsvertreter sprachen sich ebenfalls gegen die Ansiedlung von Windenergieanlagen im Schutzgebiet aus. Zwei der sechs anwesenden Volksvertreter beteiligten sich nicht an der Diskussion. Bürgermeister Rüdiger Gennies kündigte an, dass in den kommenden Monaten weitere Gespräche zur Findung von Vorranggebieten in der Gemeinde Reichshof geführt werden sollen.



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